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Ehemaliger Laborinhaber, Erfinder der TEK-1 Prothese, Coach und der Plattform Padento.

Als ich 1994 mein eigenes Dentallabor eröffnete, war ich naiv und jung und dachte mir, das wird schon alles gutgehen. Pustekuchen! Nach einem Jahr war ich fast Pleite. Ich hatte keine Ahnung, wie ich neue Kunden bekomme, die ich aber dringend brauchte. Ich bin losgerannt in Zahnarztpraxen und ich glaube, jeder Zahnarzt hat mir meine Verzweiflung angesehen. Das Blöde ist, dass kein Mensch gerne mit Verlierern zusammenarbeitet. Leider machte ich wegen des Drucks, den ich spürte, wohl genau diesen Eindruck bei den Praxen. Ich hatte Glück, dass jedenfalls ein Zahnarzt mir aus Mitleid Arbeiten geschickt hat und ich erst einmal so gerade über die Runden kam.

Mitleid ist allerdings kein probates Mittel, um Kunden langfristig zu bekommen und zu halten. Aber ich hatte jetzt etwas Luft, um mich zum Thema Akquise fit zu machen. Mein Schlüsselerlebnis war damals der Coach Wolfgang Marschall, der Dentallabore nach vorne brachte. Er hat mich inspiriert und mir Mut und Mittel gegeben, raus zu gehen und vieles im Gespräch und bei der Akquise besser zu machen. Ich bekam jetzt viel einfacher neue Kunden. Jetzt hatte ich auch das Geld, mich weiter mit dem Thema Akquise zu beschäftigen und mich weiterzubilden zu diesem Thema. In dieser Zeit erlebte ich gute, wie auch wirklich schlechte Coachings. 

Ab jetzt ging in meinem Labor die Post ab. Waren wir am Anfang meiner Selbstständigkeit nur 2 Mitarbeiter, schaffte ich es innerhalb kürzester Zeit, das Team auf knapp 10 Mitarbeiter aufzustocken. Ich wurde fast süchtig danach, neue Zahnarztkunden zu bekommen, weil ich darin nicht nur erfolgreich war, sondern es auch noch einen Riesenspaß machte. Mein Dentallabor hatte nach wenigen Jahren über 20 Mitarbeiter, woran man messen konnte, wie viele Kunden ich hatte. 

Ich habe in der Zeit gelernt, dass ich nur Erfolg haben kann, wenn ich meine mentale Einstellung ändere und in der Kommunikation mit Menschen die richtigen Mittel einsetzen konnte. Ich wurde nicht über Nacht erfolgreich, sondern ich musste mir viele "NEINs" abholen. Ich musste mir meine Hände dreckig machen, hart arbeiten und genau das war der Schlüssel zum Erfolg:

Das TUN mit den richtigen Mitteln.

Als ich nach 12 Jahren Labortätigkeit keine Lust mehr auf mein Labor hatte, beschloß ich, meinen Laden zu verkaufen und TEK-1 Kurse deutschlandweit zu geben. Bisher hatte ich Kurse für den von mir entwickelten Teleskop-Einstückguss TEK-1 nur in meinen Räumen gegeben. Nun kaufte ich mir ein Wohnmobil und gab in 7 Jahren knapp 1.000 TEK-1-Kurse in den verschiedensten Dentallaboren deutschlandweit. 

Obwohl TEK-1 zu einer absoluten Erfolgsgeschichte wurde und großen Anteil daran hatte, dass  NE-Teleskope "salonfähig" wurden und immer Labore erkannten, dass NE Teleskope doch gehen, bin ich in den ersten 40 externen TEK-1 Kursen brutal gescheitert. Ich war total verzweifelt, weil die Passungen von Labor zu Labor total unterschiedlich waren. Ich kannte dieses Gefühl des Versagens ja schon aus meinen Anfängen meiner Labortätigkeit. Hätte ich mein Dentallabor nicht verkauft, hätte ich TEK-1 eingestampft und die Erfolgsgeschichte wäre keine geworden.

Aber da ich keine andere Einnahmequelle hatte, musste ich herausbekommen, woran es lag, dass so unterschiedliche Ergebnisse auftraten. In dieser Zeit lernte ich Ausdauer und den absoluten Willen, etwas zum Ziel zu bringen, wo ich schließlich wusste, dass es funktioniert. Ich habe dadurch die Dinge herausbekommen und dann geändert, die TEK-1 fast zum Scheitern gebracht hätten. Für diese harte Zeit bin ich heute unendlich dankbar, weil ich in dieser Zeit Folgendes gelernt habe:

Ohne Frust und ohne Probleme wird sich kein großartiger Erfolg einstellen.

Als ich Ende 2013 die verrückte Idee hatte, eine Plattform ins Leben zu rufen, über die ich Patienten direkt von der Strasse in Dentallabore deutschlandweit mit Online-Marketing holen wollte, erklärte meine Frau mich für völlig verrückt. Sie hatte mit mir ja nun auch schon so Einiges durchgemacht. 

Auch hier gab es gerade in den ersten 6 Monaten natürlich Probleme. Patienten, Labore und auch wir mussten diese Idee natürlich erst einmal verstehen, wie man diese genau umsetzt. Aber zum Glück war ich ja schon mehrfach in meinem Leben "gescheitert". Ohne diese tiefen Täler, die ich bisher in meinem Leben durchschritten hatte, wäre ich nicht da angekommen, wo ich heute stehe. Die Patienten-Plattform Padento gibt es nach 3 Jahren immer noch und ist auf dem Weg, ein echter Blockbuster für die Dentallabor-Branche zu werden. 

Was mich allerdings bei allen Dingen, die ich in meinem Leben erfahren durfte/musste, ist das gute Gefühl, den Laboren in Deutschland einen echten Mehrwert zu geben. Nicht nur mit TEK-1 oder Padento, sondern auch mit meinen Ergebnis-Coaching, neue Kunden zu bekommen und der Zukunft in der Zahntechnik als Selbstständiger gelassen entgegen zu schauen. Zu sehen, dass nicht nur ich diesen Weg gehen konnte, sondern ich auch sehe, dass mittlerweile über 100 Dentallabore von meinem Wissen profitieren konnten. 

Rainer Ehrich