Dentallabor Marketing

Wie Sie sich als Dentallabor von Mitbewerbern abheben

[fa icon="calendar"] 18.08.15 12:28 / von Rainer Ehrich

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In der heutigen Zeit ist es absolut wichtig, sich mit seinem Dentallabor von anderen Laboren zu unterscheiden. Welche Wege es dorthin gibt, möchte ich in diesem Beitrag beschreiben. Dabei geht es nicht um Techniken, sondern um Ihre Exzellenzen, Ihre Attitüde, Ihre Visionen und Ihr unternehmerisches Handeln. Dazu gehören unter anderem Ihre Fokussierung, Ihre Besessenheit, Ihr Anders-Sein und auch eine gesunde Portion Egoismus im positiven Sinne. Mit diesen und noch anderen Faktoren werden Sie auch in Zukunft ein erfolgreiches Dentallabor führen können.

Wie soll Ihr Dentallabor in 5 Jahren aussehen und wie kommen Sie dahin?

Wenn ich mich ins Auto setze, schalte ich zu 90 % das Navi ein. Selbst wenn ich den Weg kenne, möchte ich wissen, wann ich ankomme und ob es zwischendurch Staus oder Umleitungen gibt. Meine Frau sagt schon immer, ich hätte einen Spleen. Kann sein, aber ich kann nicht anders. Genauso ist es mit einem Unternehmen. Dort müssen die Ziele, wohin man will, klar abgesteckt sein. Ich erschrecke, wenn Laborchefs mir auf die Frage antworten, wie Ihr Labor in 5 Jahren aussehen soll, oft mit: ”Keine Ahnung! Das wird schon irgendwie!” 

Das ist so, als wenn Sie nach München ins Hofbräuhaus fahren möchten, aber nur München eingeben. 

Wenn Sie Schwierigkeiten mit der obigen Frage haben, verkürzen Sie die Zeiten. Es macht sowieso Sinn, mehrere Ziele mit unterschiedlichen Zeitabständen zu haben. Eine Möglichkeit ist es, sich einmal Ihr Dentallabor aus der Meta-Position anzuschauen. Das heißt, Sie betrachten Ihre Firma einmal von außen, am besten von oben. Seien Sie der Adler, der sich in die Lüfte schwingt. Schauen Sie dabei herunter auf Ihr Labor. Beobachten Sie die Abläufe einmal aus dieser Perspektive und Sie werden überrascht sein, was Ihnen so alles auffällt, was gut läuft und was vielleicht nicht so rund läuft. Wenn Sie nur als Zahntechniker durch Ihre Räume laufen und jeden Tag das Gleiche machen, wird Ihnen vieles nicht auffallen. Wir kennen das als Betriebsblindheit. Arbeiten Sie immer öfter am Unternehmen, als im Unternehmen.

Ehrich Dental Consulting

Sich selber erreichbare Ziele zu setzen und diese dann auch konsequent zu verfolgen ist nicht leicht. Wenn eines Ihrer Ziele die Zahnarzt-Akquise ist, finden Sie in diesem Beitrag eine "Schritt für Schritt"-Anleitung, um sich diese Ziel zu setzen und zu erreichen. Diesen Prozess können Sie natürlich auch auf andere Ziele übertragen.

Werden Sie exzellent in den Dingen, die Sie tun

Das sollte hinter allem stehen, was Sie machen und zwar nicht nur als Zahntechniker, sondern auch als Unternehmer. Seien Sie ein exzellenter Chef Ihren Mitarbeitern gegenüber, seien ein vorbildlicher Partner für Ihre Zahnarztkunden und seien Sie exzellent in Ihren Zielsetzungen. Bedenken Sie bei allen Zielen, die Sie haben, dass Sie immer nur auf dem Weg sind. Eigentlich gibt es nur Etappenziele, wenn man etwas erreicht hat. Der Weg geht sofort weiter und ist das spannendste am Leben. Deshalb rate ich Ihnen, immer auf dem Weg zu sein.

Sie werden auf dem Weg schließlich immer besser und exzellenter. Wie ich es schon in meinem E-Book beschrieben habe, bauen Sie sich ein Dreamboard, wo Ihre neuen Exzellenzen, Träume und Ziele als Bilder, Text oder Zeichnungen zu sehen sind, was Sie ständig erinnern wird an das, was Sie wirklich wollen.

Tun Sie Dinge, von denen Sie besessen sind und schneiden Sie die alten Zöpfe ab

Das ist glaube ich das Wichtigste überhaupt auf dem Weg zur Exzellenz. Mit Besessen meine ich die absolute Überzeugung von dem, was Sie tun. Das hört sich vielleicht etwas teuflisch und krass an, aber Sie sollten es ruhig etwas übertreiben mit dieser Aussage. Da steckt nämlich genau das dahinter, was Sie wirklich wollen und wahrscheinlich auch können. Dann machen Sie auch keine halben Sachen.

Dazu gehört es auch, seine Rechnungen immer gleich zu bezahlen. Wenn Sie Rechnungen regelmäßig liegen lassen und erst in 2 oder 4 Wochen bezahlen, weichen Sie Ihren Weg zur Exzellenz schon auf. Und wer sich von der Masse abheben will, muss ganzheitlich exzellent arbeiten. Es sind die kleinen Schlampigkeiten, die dann eintreten. Genauso ist es mit der Aufschieberitis bei Dingen, die man zu einem ganz bestimmten Termin erledigen wollte. Das sind genau die Indikatoren, die sich in Ihrem ganzen Unternehmertum einschleichen und Sie so werden lassen, wie alle sind. Und wenn Sie sind wie alle, bekommen Sie auch nur das, was alle bekommen: Mittelmaß! 

Hier ein paar “Exzellenz-Killer”:

  • Rechnungen zu spät bezahlen
  • Termine nicht einhalten
  • To Do Liste gibt es gar nicht?
  • “Ich bin noch nicht dazu gekommen” oder ähnliche Sätze streichen
  • Aufschieberitis
  • Ausreden: Wer Ausreden hat, redet sich ins Aus

Bei Dingen, von denen Sie besessen sind, passiert das nicht. Ein Tipp, um dieses herauszufinden, wovon Sie besessen sein könnten, wenn Sie es noch nicht genau wissen: Fragen Sie sich nach dem großen WARUM. Warum machen Sie das, was Sie machen? Um Geld zu verdienen? Klar, wollen wir das alle, aber es sollte nicht der Hauptgrund sein. Es könnten folgende Dinge sein, die Sie wirklich antreiben, in der Zahntechnik als Chef eines Dentallabors einfach anders zu sein:

Sie müssen nicht unbedingt besser sein, aber ANDERS müssen Sie sein

  • Richtig geile Arbeiten abliefern
  • Ständig am Wachstum, (nicht Stillstand) zu arbeiten. 
  • Wachstum muss nicht mehr Umsatz heißen, sondern Weiterentwicklung
  • Fortbildungen und Kurse im technischen wie auch unternehmerischen Bereich
  • Regelmäßiges Neukundengeschäft - regelmäßige Akquise auf allen Ebenen.
  • Echte Führungsqualitäten - nur wer selber brennt, kann bei anderen ein Feuer entfachen
  • Klare Fokussierung
  • Immer neue Ideen entwickeln, die Ihre Kunden und Mitarbeiter echt überraschen

Schaffen Sie sich einen glasklaren Fokus

Wer sein Ziel klar vor Augen hat, wird seinen Weg gehen. Der Weg kann Umwege machen, das ist normal, aber wer den Fokus nicht aus den Augen verliert, kommt in jedem Fall dort an, wo er hin möchte. Um den Fokus zu behalten, muss man Ablenkungen eliminieren. Damit meine ich nicht unbedingt Facebook, sondern andere Menschen, die Sie negativ beeinflussen. Wenn ein Kollege zu Ihnen sagt: ”Im Moment läuft es nicht so gut in unserer Branche…”, möchte er gerne eine Bestätigung haben. Vielleicht hat er es selber auch nur in den letzten Innungsnachrichten, auf Facebook oder in Fachzeitschrift gelesen. Sie können jetzt auch mitmachen und gemeinsam traurig sein. 

Vorsicht: So ein Feuer kann sich schnell verbreiten.

Die Frage ist, ob Sie da mitmachen und damit Ihren Fokus verwässern? Lassen Sie sich nicht davon beirren. Sagen Sie sich Folgendes: Jeden Tag werden zig-Tausende von Kronen, Brücken, Implantaten und Teleskoparbeiten in Auftrag gegeben. Ihr Fokus ist darauf gerichtet, von diesem Anteil möglichst viel aus Ihrer Stadt zu bekommen. Holen Sie sich dazu am besten gleich einen Extrem-Fokus und sagen Sie sich:

”Und wenn in der Zahntechnik irgendwann die letzte Krone gemacht wird, dann möchte ich sie machen.”

Wenn Sie vielleicht 40.000 € Umsatz im Monat machen und sagen sich: Das war ein guter Monat, waren es vielleicht nur 10% aus Ihrer Stadt. Da gibt es also noch 90%, wo Sie Akquise machen können, wenn Sie das möchten.

Deswegen möchte ich Sie an dieser Stelle animieren, anders zu denken. Zum Andersdenken gehört der Satz “Das geht nicht” vollkommen aus Ihrem Gehirn gestrichen.

Denken Sie an sich Selbst

Sie kennen das bestimmt, wenn Sie im Flieger sitzen und die Stewardess Ihnen die Sicherheitsmaßnahmen erklärt. Sie sagt an einer Stelle, dass Sie sich als erstes die Sauerstoffmaske aufsetzen sollen und nicht Ihrem 3-jährigen Kind. Soll aussagen, dass Sie nur dann helfen können, wenn Sie sich zuerst helfen. Das ist ein gesunder Egoismus. Nur wer selber stark ist, kann anderen helfen oder diese unterstützen. Genauso ist es z.B. mit Mitarbeitern:

Seien Sie der Leuchtturm, der andere Menschen zum Brennen bringt.

Dazu müssen Sie zuerst aber an sich Selber denken. Nehmen Sie sich ab und zu Auszeiten, wo Sie sich besinnen und immer wieder fragen, ob das, was Sie machen, wirklich das Richtige ist. Sie entwickeln in diesen Auszeiten auch viel besser neue Ideen, um aus der Betriebsblindheit den Weg zur Exzellenz zu finden.

Ihr Rainer Ehrich

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