Marketing für Dentallabore

Wie Du den plappernden Affen zum Schweigen bringst

[fa icon="calendar"] 04.07.19 08:00 / von Rainer Ehrich

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Wir haben im vorherigen Artikel den plappernden Affen kennengelernt. Nun ist die Frage, wie wir ihn in den Griff bekommen? Bevor ich diese Frage beantworte, möchte ich noch einmal betonen, dass der plappernde Affe nicht nur Teil unseres Verstandes, unserer Gedanken ist, sondern auch ein Teil unseres Egos widerspiegelt. Unser Ego, welches sich hauptsächlich über äußere Dinge identifiziert.

Mein Ego und ich

In meinem Fall kann das Ego wie folgt aussehen: Mein Name ist Rainer Ehrich. Ich bin Dental-Coach, ich war einmal Zahntechniker und habe mein eigenes Labor geführt. Ich war vor langem einmal Kagami Golfcoach und habe eine NLP- und Hypnose- Ausbildung. Ich fahre zur Zeit einen BMW X3, ich spiele Golf, habe eine tolle Familie und so weiter und so fort. All das, sind äußere Dinge, die mein äußeres Erscheinungsbild prägen. Und das ist das, was wir Ego nennen.

Wenn ich dann besser Golf gespielt und in diesem Bereich mehr Erfolge erzielt habe, ist mein Ego gewachsen. Wenn ich nun also, wir bleiben beim Beispiel Golf, am Abschlag stehe und ich möchte den Ball schlagen, blicke ich nach links und sehe Wald. Rechts sehe ich Wasser. Vor mir lauern zwei große Bunker und plötzlich bin ich nicht mehr alleine am Abschlag. Er wird wieder aktiv: Mein plappernder Affe leistet mir Gesellschaft. „Du hast bisher so gut gespielt.“, fängt er an. „Es sind nur noch zwei Löcher zu spielen. Nun setzt das bloß nicht in den Sand. Was sollen denn deine Mannschaftskollegen, deine Mitspieler von dir denken? Die erwarten schon ein bisschen mehr von dir. Und wenn du diese beiden Löcher auch noch gut spielst. Ja dann stehst du richtig gut da.“

Mit dem Finger immer auf den richtigen Knöpfen

Dies ist ein Beispiel, was der plappernde Affe für eine Macht auf unser Ego ausüben kann. Er hat diese gewisse Macht über uns. Er liebt das! Er liebt es natürlich auch, uns vor Dingen zu warnen. Er meint es ja nur gut. Und diese Ego-Spielchen sind seine Lieblingsspiele. Den Knopf betätigt er sehr gerne. Doch er motiviert uns nicht durch positives zureden. Schön wär´s. Es funktioniert genauso im Negativen: „Was hast du die letzten Löcher eigentlich verzapft? Du hast echt schlecht gespielt! Deine Mannschaftskollegen sind echt enttäuscht von dir. Du bist nicht gut genug!“ Diese Gedanken bringen uns nicht weiter. Sie ziehen uns runter, machen uns kleiner und stehen uns einfach im Weg.

You never walk alone 

Wie wir den Affen beim Golfspiel beschäftigt haben und wie Du das in deinem Leben anwenden kannst:

Wir stehen am Abschlag. Der Ball liegt vor uns. Auch diejenigen die nicht Golf spielen, können sich das sicherlich vorstellen. Nun überlegt man normalerweise: „Jetzt muss ich ca. 140m gerade aus spielen, am besten mit dem Eisen Sieben. Nicht nach links driften und auch nicht nach rechts. Ich muss jetzt die Hände richtig winkeln und die Hüfte drehen. Beim Abschwung die Schultern dann nach vorne und….“ Wer sagt uns das? Richtig: Unser plappernder Affe steht mit uns beim Abschlag. Wir können ihn nicht abstellen. Da gibt es keinen Off-Schalter.

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Gib dem Affen Zucker 

Aber wir können ihn beschäftigen. Denn er liebt Beschäftigungen. Entweder beschäftigt er sich mit Gedanken, mit Vergangenem oder mit Eventualitäten die noch weit in der Zukunft liegen. Also lenken wir die Aufmerksamkeit vom Affen auf etwas Banales. Wir konzentrieren uns auf den Ball und sagen uns: „ Hey Affe, schau mal, was das Gras um den Ball herum macht, wenn ich den Ball treffe.“ Super, der Affe ist beschäftigt und war ganz gespannt auf unseren Schultern. Er hat beobachtet und nicht gestört. Das Coole daran? Er war einfach still. Immer noch da, aber ruhig gestellt und ich spiele besseres Golf.

Der Affe als ständiger Begleiter

Das funktioniert natürlich auch in unserem alltäglichen Leben, denn wir können da nicht immer einen Ball schlagen und den Affen Gras beobachten lassen. Wir interessieren uns natürlich vor allem dafür, wie wir den Affen bei der Akquise ruhig stellen. Du gehst also in eine Zahnarztpraxis, dein Affe legt sofort los: „ Hey, so ein guter Verkäufer bist du ja eigentlich nicht. Das kannst du doch gar nicht. Die haben bestimmt schon mindestens drei Labore. Die brauchen gar keines mehr.“

Und das sagt er alles, bevor du die Türklinke überhaupt berührt hast. Das ist alles nur nicht hilfreich. Der ganze Körper zieht sich zusammen. Das Gesetz der Resonanz sendet negative Signale aus. Was also tun? Widersprechen! Du sagst dir: „ Nein, weißt du was Affe? Ich bin gut, ich geh da jetzt rein und überzeug die! Und du beobachtest mal wie ich mich jetzt hier verhalte. Wie ich akquiriere, beobachte mich und gibt mir nachher Feedback, wie ich war. Sei einfach nur da und beobachte!“ Das findet der Affe total cool! Er hat eine Aufgabe, er ist beschäftigt. Das Feedback im Nachhinein ist dabei gar nicht so wichtig. Das kannst du dir selber geben. Von mir aus auch mit dem Affen zusammen. Wichtig ist, dass er in dem Moment einfach mal die Klappe hält. Im Vorfeld, auf dem Weg zur Praxis und auch währenddessen.

Dem Affen einen Maulkorb verpassen

Es klappt nicht? Er plappert einfach weiter? Stopf ihm einfach eine metaphorische Banane in den Mund. Es gibt viele schöne Apps auf dem Markt, die da helfen können. Sprich einfach die Gedanken die der Affe spricht in einer dieser Apps, die die Stimme verzerren und höre es dir in einer Heliumvariante an. Da verliert der Gedanke an das Finanzamt sofort an Ernsthaftigkeit. Dass die Rechnung bald gezahlt werden muss, weißt du sowieso. Das ist ja schon ein Problem, du musst es nicht durch den Affen an Wertigkeit gewinnen lassen. Denn dann hast du plötzlich zwei Probleme, denn der Affe aktiviert das Problem und den Gedanken daran, immer wieder neu.

Hilft auch die Banane nicht, dann sag ihm einfach: „ Hey, danke für die Info, ich weiß schon Bescheid.“

Verbrenne die Sorgen des plappernden Affen

Du kannst die Gedanken, die der plappernde Affe dir einflößt, auch aufschreiben. Wenn du jedoch die Sätze einmal niederschreibst, wirst du folgende Erkenntnis gewinnen: Die Sätze wiederholen sich. Sie sind nicht zielführend und zu 90% negativ.

Klar, er will dich schützen, das wissen wir. Es hilft nur nicht. Nun nimmst du diesen Zettel und machst ein kleines Lagerfeuer. Das ist natürlich keine Aufforderung für Brandstiftung. Wenn du einen Kamin hast, super! Rein mit dem Zettel. Sonst gehst du einfach raus und baust dir ein kleines Lagerfeuer. Dein Affe wird dadurch nicht aufhören zu quatschen, aber es steht symbolisch dafür, dass du dir deine Macht zurückholst. Du nimmst sie dem Affen einfach weg. Denn es ist ganz alleine deine Entscheidung. Möchtest du, dass der Affe die Macht über dich hat und dir andauernd sagt, was du zu tun und zu lassen hast? Dich nicht wertschätzt, deine Bemühungen nicht anerkennt, dich nicht unterstützt? Nein, natürlich nicht.

Die gute Seite deines Affen

Du kannst es natürlich auch anders sehen. Bedanke dich einfach einmal bei deinem Affen. Das wäre die positive Variante. „Hey, danke Affe. Danke, dass du mich an das Finanzamt und die anstehende Zahlung erinnerst. Danke, dass du mich auf die ausbleibenden Arbeiten von Herrn Dr. Maier aufmerksam machst. Da frage ich direkt mal nach.“

Trete deinem Affen bewusst auf Augenhöhe gegenüber. Mache ihn dir zum Freund, gehe eine Partnerschaft ein.

Finde deinen Weg

Du musst einfach herausfinden, wie du am besten mit deinem Affen umgehen kannst. Werde dir deines ständigen Begleiters nur bewusst. Denn er ist da. Die einen kommen super damit klar, wenn der Affe der beste Freund wird, die anderen stopfen ihm lieber die Banane in den Mund. Finde heraus, was zu dir passt. Dann wird dein Leben ziemlich entspannt.

 

Kategorien: Mentaltraining

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