Dentallabor Marketing

Wie Du Deine zwei Gehirnhälften richtig nutzt und kreativer wirst

[fa icon="calendar"] 13.07.19 09:08 / von Rainer Ehrich

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In diesem Artikel gebe ich dir Tipps, wie du kreativer wirst. Denn auch das kann man trainieren. Dabei ist es egal, ob du ein bestimmtes Projekt planst, eine Technik zum Alleinstellungsmerkmal machen willst oder auch etwas komplett anderes. Bei all diesen Vorhaben ist es wichtig, dass du deinen sogenannten Kreativ-Posten anzapfst.

Die ersten Schritte

Dafür benötigst du als Erstes einen Zettel, oder noch besser ein Flipchart. Ich tendiere eher zum Flipchart. Die sind größer und du kannst dich direkt davor stellen. Auf deinem leeren Flipchart oder auch Zettel beginnst du mit einem Kreis direkt in der Mitte. In diesen Kreis schreibst du deine Idee, dein Ziel bzw. dein Projekt rein. Nun zeichnest du mehrere Linien die von dem Kreis wegführen ein. Das sieht dann aus wie eine Spinne.

Der Körper ist das Ziel und dieses braucht viele Beine. Mache ruhig erst einmal acht Striche an den Körper, deine Spinne kann natürlich aber auch mehrere Beine haben. Diese führen in alle Richtungen ab. An den Enden der Linien zeichnest du wieder Kreise. In die verschiedenen Kreise schreibst du nun alles rein, was mit deinem Ziel zu tun hat. Hier heißt es, alles kann, alles darf. Und somit hast du direkt deine erste Mindmap kreiert.

So könnte Dein Mindmap aussehen:

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Und das Coole daran ist, dass du somit direkt deine kreative Ader, deinen Kreativ-Posten angezapft hast. Du hast nun deine rechte Gehirnhälfte aktiviert. In der rechten Gehirnhälfte befinden sich Bilder und Gefühle. Da findet deine Kreativität statt und da brauchst du erst einmal keine Struktur. Mit so einer ungeordneten Mindmap funktioniert das einfach am besten.

Halt dich nicht zurück

Ein Beispiel: So hast du in der Ausgangsform, in der Mitte deiner Mindmap, deinen Akquise-Plan stehen. In einem der abführenden Kreise steht:  „Zahnärzte raussuchen“. Im zweiten Punkt: „gute Zahnärzte“. Das heißt, Zahnärzte auf Augenhöhe arbeitende Zahnärzte, die auch noch pünktlich bezahlen:  Zahnärzte mit einem Mehrwert für dein Labor. All diese Punkte können von dem zweiten Kreis abgehen, um diesen genauer zu definieren. Mach ruhig mehrere Unterpunkte. Sei kreativ. Go wild!

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Aller Anfang ist schwer

Das wird dir am Anfang eventuell etwas schwerfallen, denn du hast es ja vielleicht noch nie gemacht. Denk nicht so genau drüber nach, es gibt kein falsch oder richtig. Einfach machen! Schreib einfach drauf los. Alles was dir einfällt und das Coole ist, du wirst merken, durch diese ungeordnete Struktur kommt alles ganz von alleine. Deine Kreativität wird angezapft und mit der Zeit werden die Ideen und Stichworte einfach nur so aus dir herausfließen. Was dir am Anfang noch schwerfiel, wird von Mal zu Mal immer schneller und schneller gehen. Ich kann es dir nur aus eigener Erfahrung bestätigen. Auch mir ging es anfänglich nicht anders. Ich habe zuerst ewig lange gebraucht, um überhaupt irgendwas auf das Papier zu bringen.

Da war immer die Frage in meinem Kopf:

  • Was nun?
  • Was soll ich jetzt machen?

Da war einfach die linke Gehirnhälfte noch zu aktiv. Denn die ist eher die analytische Gehirnhälfte. Die ordnende Hälfte, die Struktur in unsere Kreativität bringt. Die ist auch wichtig. Die brauchen wir danach, aber Kreativität können wir damit nicht schaffen.

Die Kreativität, die in dir steckt entdecken

Ich habe mich wirklich schwergetan. Ich habe einfach zu sehr überlegt. Bis dann mein Unterbewusstsein verstanden hat, was ich wollte. Und heute reicht mir ein Flipchart meistens gar nicht mehr aus. Ich bin mittlerweile zu einem Whiteboard übergegangen. 1,50m x 3m. In die Mitte kommt mein Stichwort. Dann die Linien, kleine Kreise und los gehts. In der Regel benötige ich nicht länger als 10-15 Minuten. Und plötzlich ist das ganze Whiteboard voll. Am Ende wundere ich mich immer wieder selbst, was in mir doch so alles drinsteckt.

Der zweite Blick

Wenn du dann glaubst, fertig zu sein, lässt du alles erst einmal stehen. Geh´ einfach nach Hause und lasse das Whiteboard, so wie es ist. Dann kannst du zu einem anderen Zeitpunkt, sei es am nächsten Tag oder auch am übernächsten, noch einmal drauf schauen. Stell dich erneut vor deine Mindmap und vielleicht fällt dir ja noch etwas Neues ein. Ergänze ruhig.

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Aussortieren und strukturieren

Nun ist dein Whiteboard vollgeschrieben, überall sind Linien die zu Unterpunkten führen, die wiederum weitere Unterpunkte haben. Nun kommt der nächste Schritt. Nun kannst du einzelne Ideen evaluieren. Wenn sie dir dann doch etwas zu schräg vorkommen, streichst du sie einfach durch.

Du kannst auch einfach ein rotes Kreuz dahinter machen, vielleicht sind diese Ideen zu einem späteren Zeitpunkt ja gar nicht mehr so schräg. Doch für den jetzigen Moment irrelevant. Nun benutzen wir unsere linke Gehirnhälfte. Wie bereits erwähnt, hilft diese uns beim analytischen Denken und ordnen. Jetzt bringen wir Struktur in deine Ideen.

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Aktiviere deine linke Gehirnhälfte

Wir übertragen nun deine relevanten Punkte auf ein neues Blatt und bringen diese in die richtige Reihenfolge.

  • Punkt 1
  • Punkt 2
  • Punkt 3
  • usw. je nachdem, in welchen Schritten du das machen möchtest.

Wenn man nämlich alles sofort versucht, alles strukturell aufzuschreiben, blockiert man sich selber. Die kreativen Ideen wollen dann einfach nicht so fließen. So haben wir uns nicht begrenzt, alles rausgelassen. Dein Unterbewusstsein konnte sprudeln, Ideen hervorbringen von denen du nicht wusstest, dass die in dir stecken. Es wäre zu viel Struktur von Anfang an gewesen. Nun kannst du mit all deinen Ideen einen coolen Plan aufstellen.

Alternativvorschlag

Eine weitere Möglichkeit, um deine Kreativität anzukurbeln und deine rechte Gehirnhälfte in Schwung zu bringen wäre Folgende. Du schreibst zuerst das ganze Alphabet ganz links auf dein Whiteboard. Von oben nach unten. Nun denkst du dir zu deinem Projekt zu jedem Buchstaben ein Stichwort mit dem jeweiligen Buchstaben aus.

Ein Beispiel zum Thema Neukundengewinnung:

  • A: Akquise
  • B: Besonderheiten des Zahnarztes
  • C: Die Chemie zwischen Zahnarzt und dir muss stimmen

Zugegebenermaßen fällt es selbst mir gerade schwer, die richtigen Stichpunkte zu finden. Warum? Ich stehe nicht vor meinem Whiteboard, sondern schreibe strukturiert diesen Text für dich. Also überlege ich zu sehr, ich bin zu sehr in meiner linken Gehirnhälfte. Also, lass du deine Ideen fließen. Es sollte irgendwie zu deinem Thema passen, es können aber auch ganz verrückte Ideen sein. Struktur bringst du dann danach rein. Wie bei der ersten Methode.

Denn nur in Zusammenarbeit von beiden Gehirnhälften kannst du nicht nur kreative Ideen produzieren, sondern mit der richtigen Struktur am Ende richtig tollen Input und Pläne kreieren.

Kategorien: Mentaltraining, Produktivität

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