Dentallabor Marketing

Wie Du Deine Realität veränderst

[fa icon="calendar"] 19.11.19 09:35 / von Rainer Ehrich

Im vorangegangenen Artikel haben wir gelernt, was ein Reality Loop ist. Nun widmen wir uns dem Thema, wie wir unerwünschte Reality Loops verändern können.

Die Positiven und die Negativen

Wie wir bereits wissen, gibt es Positive und Negative Reality Loops. Jeder aktive Reality Loop strahlt ein bestimmtes Selbstbild von dir aus. Dieses Bild wird von dir selbst an deine Umwelt vermittelt. Manchmal bewusst aber vor allem unbewusst. Damit erzielst du natürlich die jeweiligen Ergebnisse, mit denen du dein Selbstbild bestätigt fühlst. Das kann dich bestärken, wenn es ein positiver Reality Loop ist. Ein negativer Reality Loop kann aber auch geändert werden. Die Frage ist natürlich wie? Wie kann ich einen nicht so guten Reality Loop, wie z. B. den, dass Akquise zu schwer ist ändern?

Wo fange ich an?

Ich persönlich, halte es für keine gute Idee, bei den Glaubenssätzen anzusetzen. Nun ist der Glaubenssatz aber sozusagen die Software, der feste Grundbaustein im Reality Loop. Hier steckt die größte Kraft drin. Damit ist er auch auch am schwersten zu „knacken“. Schaffst du es hier direkt anzusetzen und den Glaubenssatz zu ändern, erzielst du jedoch direkt den größten Effekt. Ein Ansatz, der dafür häufig genutzt wird, ist die Hypnose. 

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Reicht die Kraft der Gedanken aus?

Wo sollte man daher ansetzen? Was passiert, wenn ich bei den Gedanken ansetze? Also bei deiner Vorstellungskraft, zum Denken. Positives Denken ist natürlich nie verkehrt. Dem stimme ich voll und ganz zu. Es hilft immer positiv, anstatt negativ zu denken. Daher ist dies natürlich auch immer meine Empfehlung. Aber auch diese Kraft ist begrenzt. Einfach zu sagen: „Hey, ich bin einfach super im Akquirieren! Ich kann das. Ich schaffe das! “. Ganz klar, das hilft. Jedoch reicht das nicht aus, um einen Reality Loop komplett zu verändern. Diese Lösung dauert etwas länger und wir wollen unseren Reality Loop natürlich schnellstmöglich verändern. Hier kann man natürlich auf die Form der Affirmation zurückgreifen. Du kannst dir Zettel mit positiven Botschaften schreiben und an den Spiegel kleben. Sogenannte „Mirrow Massages“.

Das kann aber auch nach hinten losgehen. Denn nach einem Gedanken kommt das Gefühl. Die Reaktion des Körpers auf einen Gedanken. Nun hast du diese Affirmation an deinem Spiegel kleben. Du liest diese Botschaft zwei bis dreimal am Tag. Doch du wirst eventuell gleichzeitig damit konfrontiert, dass diese Botschaft noch nicht eingetroffen ist. Dann kann das richtig demotivierend sein. Und bei manchen hat das sogar tiefe Depression ausgelöst, da die Realität der Botschaft nicht sofort entsprach.

Wenn die Realität der Wunschvorstellung nicht schnell genug nachkommt

Nehmen wir z. B. an, jemand möchte abnehmen und den Dispo auf dem Konto ausgleichen. Die Botschaft lautet nun: „Du bist schlank und reich! “. Nun schaut sich die Person jeden Tag diese Botschaft an. Was kann hier passieren? Wenn die Realität der Botschaft nicht schnell genug entspricht, kann das Gefühl von Frustration und Versagen die Folge sein. Noch bevor das Gefühl eintritt, folgt auf den Gedanken ein neuer Gedanke: „Das stimmt doch gar nicht. Ich bin immer noch vollschlank und mein Kontoauszug ist immer noch rot.“

Der Ansatz „Wünsch dir was vom Universum“ ist daher mit Vorsicht zu genießen. Hier kann der Reality Loop sogar verschlimmert werden. Denn es wird sofort ein negatives Gefühl ausgelöst, wenn die Wahrheit so offensichtlich nicht der Wunschvorstellung entspricht.

Du musst es fühlen

Aber genau das zeigt uns, wo wir ansetzen müssen. Beim Gefühl! Die Physiologie kann am effektivsten genutzt werden, um schnellstmöglich etwas zu verändern. Denn ein Gefühl kann 5.000 Mal mehr Kraft haben als ein bloßer Gedanke. Was du fühlst, ist entscheidend. Nicht was du denkst. Natürlich möchte ich damit nicht sagen, dass positives Denken Quatsch ist. Im Gegenteil. Es ist wichtig, dass du positiv denkst. Die positiven Gedanken immer wiederholst und manifestierst. Das hilft dem Prozess ungemein. Alleine reicht es aber nicht aus.

Yes Yes Yes, der Sprung in die Veränderung

Es gibt ein interessantes Experiment hierfür. Man hat einmal 100 Testpersonen genommen, die noch nie einen Bungee Jump gemacht haben und auch nicht wussten, dass sie Part eines Experimentes sind. Vor dem Sprung wurde geklärt, ob es der erste Sprung ist. War die Antwort ja, wurden 50 Testpersonen folgende Anweisungen gegeben: „Lassen Sie die Schultern hängen, ziehen Sie die Mundwinkel nach unten und wenn Sie dann bereit sind, können Sie springen.“ Von diesen 50 Personen sind 47 nicht gesprungen.

Den anderen 50 wurde Folgendes gesagt: „Stell dich aufrecht hin, atme dreimal tief ein und sage dir: „yes yes yes“. Stell dir vor du hast das Kostüm deines Lieblingssuperhelden an und die Welt wartet darauf, dass du sie rettest. Und wenn du bereit bist, springst du und rettest damit die Welt.“ Du kannst dir sicherlich vorstellen, wie die Quote der Springer hier aussah. Von diesen 50 sind 45 gesprungen. Das ist fast genau die gleiche Anzahl an Leuten, die bei der ersten Variante nicht gesprungen sind. Es mag albern klingen aber dieses „Yes, Yes, Yes“ löst etwas aus. Der Körper wird zu einem bestimmten Gefühl quasi gezwungen.

Fake it till you make it

Wenn du nun also etwas tust, was außerhalb deiner Komfortzone liegt, sei es Akquise, ein Bewerbungsgespräch oder auch im privaten Bereich ein Date. Dann wecke den inneren Schauspieler in dir. Diese machen sehr häufig Stimmen- und Tonübungen vor einer Performance. Sie erreichen damit nicht nur, dass die Stimme klar und deutlich wird, sondern der ganze Körper wird auf das Kommende vorbereitet. Alle Zellen vibrieren und der Körper fängt an zu leben und wird aktiv. Der Verstand fragt sich, was plötzlich los ist. Und du sagst dir: „Yes, yes, yes, los gehts! “. Du denkst dir, das ist doch albern? Nein, du wirkst aktiver. Bist aufgeweckter.

Du kommst bei den Zahnarzthelferinnen direkt anders an. Deine Stimme wirkt klar und deutlich, du stellst dich direkt anders vor und dein Selbstbewusstsein steigt. Dein ganzes Selbst und dein Auftreten verändert sich. Damit kannst du eine Menge bewirken und verändern. Wie beim Experiment mit dem Bungee Jump. Du sagst dir „Yes, Yes, Yes“, springst und rettest die Welt. Oder im Fall der Akquise, deine Umsatzzahlen.

Die Folgen deiner Taten

Die Folge davon ist, dass sich deine Erfahrungen ändern. Und damit wären wir wieder am Anfang. Denn mit einem Satz neuer und positiver Erfahrungen verändert sich auch dein Glaubenssatz. Denn schau an, du kannst es. So schwer ist Akquise doch gar nicht.

Erfahrungen die alles verändern können

Du bist nun also schon 100 Mal in deiner Funktion als Dentallaborchef draußen gewesen und hast 100 neue Zahnärzte besucht und nichts kam dabei rum. Oder wenn, dann nur mittelmäßige Zahnärzte mit geringer Auftragslage. Ja, dann sind deine Erfahrungen natürlich schlecht und suggerieren dir, dass du es nicht kannst. Aber jetzt gehst du mit einer anderen Körperhaltung raus. Mit einem anderen Mindset. Du weißt, wie Akquise geht. Du hast deinen Reality Loop erkannt und der läuft sowieso. Du machst nun das Beste draus.

Du kombinierst körperliche Übungen mit positiven Gedanken und gewinnst plötzlich andere Erfahrungen. Diese Erfahrungen stehen komplett konträr zu deinem eigentlichen Glaubenssatz. Machst du diese neue Erfahrung gleich häufiger, fängt der alte Glaubenssatz an sich zum Verändern. Und je häufiger du eine positive Erfahrung machst, desto mehr schwindet er. Nach drei bis vier Erfahrungen kann er schon gerade zu aufgelöst sein.

Ziel erreicht

Denke genau über deine negativ behafteten Reality Loops nach. Die anderen, die Positiven, die lässt du einfach laufen. Aber bei denen, wo du weißt, die laufen nicht gut, da hast du Probleme mit. Die laufen geradewegs in die komplett falsche Richtung. Das sind genau die, die du verändern musst.

Da kannst du an den Schrauben etwas drehen. Ändere die Richtung und damit dein Selbstbild. Dazu gehört Training, Wiederholungen und Beständigkeit. Wie bei jeder anderen Fähigkeit die man erlernen möchte auch. Beobachte wie sich nach und nach deine Einstellung und dein Reality Loop verändert. Und genieße die neuen positiven Erfahrungen! Die hast du dir schließlich hart erarbeitet.

 

Kategorien: Akquise, Neukundengewinnung, Mentaltraining

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