Dentallabor Marketing

Wie funktioniert das Laserherstellungsverfahren?

[fa icon="calendar"] 12.07.16 14:52 / von Rainer Ehrich

Laser.jpg

Es gibt so viele verschiedene Herstellungsverfahren mittlerweile in der Zahntechnik, dass es für viele Zahntechnikermeister schwierig wird, richtige Entscheidungen zu treffen.

Folgende elementaren Fragen tauchen auf:

  • Welches Herstellungsverfahren?
  • Welches Material?
  • Welche Software?
  • Welche Hardware?
  • Lieber outsourcen oder doch Inhouse?
Da ich selbst auch nicht über alle Dinge Bescheid wissen kann, hole ich mir die Hilfe von Profis. Die dürfen hier auf meinem Blog Artikel schreiben, wenn er denn wertvoll ist und meinen mittlerweile fast 4.000 Lesern hilft. Heute geht es um das Laserherstellungsverfahren, worüber die Firma Concept Laser GmbH aus Lichtenfels hier viele Infos zur Verfügung stellt.

# 1 Was ist das Metall Laserschmelzverfahren genau?

Das Metall-Laserschmelzverfahren sorgt dafür, dass Produkte des Dentalbereiches wirtschaftlich gefertigt werden können. Zu diesen Produkten gehören unter anderem Kronen, Käppchen, Modellgüsse und Sekundärkonstruktionen. Dadurch, dass der Prozess der Fertigung so standardisiert gestaltet wird, können Unikate oder Kleinserien in einer gleichbleibend hochwertigen Qualität angefertigt werden. Die Rohstoffe sind dabei Kobalt – Chrom, Titan oder Edelmetall.

# 2 Was ist Laser Cusing?

Die Fortschritte der Technologie sowie der Wissenschaft sind in der letzten Zeit sehr groß – es gibt immer mehr neue Entwicklungen. Es werden immer neue Verfahren der Herstellung und Bearbeitung genutzt. Eine weitere Revolution stellt daher die Technologie des Laserherstellverfahrens dar. Unter anderem kann man dieses auch als Schichtaufbauverfahren bezeichnen. Dabei trägt es den Namen Laser CUSING.

Die Grundlage ist dabei der 3D – Druck. Dabei handelt es sich um eine großartige technische Entwicklung. Beim Laserherstellverfahren werden mehrere Schichtungen eines beliebigen Materials mehrmals übereinander gelegt. Am Ende entsteht dann ein Objekt mit drei Dimensionen. Der Laser orientiert sich am CAD – Modell, welches zuvor am PC erstellt worden ist.

Ehrich Dental Consulting

# 3 Das Verfahren im Einzelnen

Bei dem Laserherstellverfahren handelt es sich um ein Metall–Schmelzverfahren. Dieses weist einige Vorzüge auf, nämlich dass die für den Gebrauch üblichen Werkstoffe aus Metall in einer pulverisierten Form ohne Zusätze verwandt werden. Das heißt sie sind ein Einkomponentenpulver. Dadurch findet eine Vereinfachung des Fertigungsprozesses statt. Das wirkt sich positiv auf die Beschaffung sowie die Lagerung und die technischen Abläufe aus.

Der Laser schmilzt das metallene Pulver und durch ein System zur Steuerung des Strahles durch einen Scanner kann es in eine Form umgewandelt werden. So werden die Umrisse der Bauteile hergestellt. Daraufhin folgt ein kontinuierlicher Prozess der Schichtung. Diesen nennt man Aufbau und die Stärke dieser Schichtung beträgt normalerweise zwischen circa 20 und 100 Mikrometern. Im Anschluss wird alles abgekühlt und das Material wird starr. Es befindet sich nun in der gewünschten Konfiguration und hat die optimalen Eigenschaften.

# 4 Wo liegt das Einsatzgebiet genau?

Durch dieses Herstellverfahren kann man die verschiedensten Stoffe und Stoffgruppen in einer hochwertigen Qualität verarbeiten. Dazu zählt man mehrere Stahle, Edelstahle, rostbefreite Warmarbeitsstähle, Aluminium und Legierungen, Nickel und Legierungen, Titan und Legierungen, Chrom – Kobalt, Verbindungen mit Bronze und Edelmetalllegierungen.

Das Einsatzgebiet dieses Verfahrens wächst zusehends, was auch an den vielen verschiedenen Materialien liegen mag. Dabei wird kaum ein Unterschied beim Einsatz für hohe Stückzahlen als auch für Einzelfertigungen gemacht. Aufgrund der Flexibilität ist das Laserherstellverfahren sehr erfolgreich, welches sich auch in vielen verschiedenen Branchen etabliert hat. Neben der Dentalbranche wird dieses Verfahren unter anderem auch für Bauteile der Luft- und Raumfahrt, der Fahrzeugindustrie und der Medizintechnik verwendet. In der Dentalbranche geht es dabei hauptsächlich um Kronen, Überkappungen, Modellgüsse und unterschiedlich Zahnersatzformen.

# 5 Welche Vorteile bietet das Verfahren für Dentallabore?

Das Laserherstellverfahren geht zum größten Teil automatisch und flexibel vonstatten. Die Technik ist an keine Geometrie oder Einzelteilfertigung gebunden. Weiterhin können auch sehr umfangreiche und nicht einfach herstellbare Dentalprodukte gefertigt werden. Dabei fallen keine Emissionen oder Abfälle an. Auch das Produzieren von Teilchen mit Innenräumen, die nicht gleichmäßig sind oder Strukturen in Gitterform besitzen, können einwandfrei produziert werden.

Die Präzision der hergestellten Dentalprodukte ist enorm und die Qualität gleichbleibend. Das Verfahren kann die genaue Fertigung und das Endergebnis an den individuellen Patienten und seine Gegebenheiten anpassen. So entsteht ein präzise hergestelltes und passgenaues Produkt. Das Nacharbeiten ist in so gut wie allen Fällen nicht notwendig. Die Anlagen der Laser können beliebig programmiert werden - das Umprogrammieren ist ebenfalls in kurzer Zeit möglich.

Ein weiterer Vorteil dieses Laserherstellverfahrens ist die Wirtschaftlichkeit. Überschüssiges Material kann beim nächsten Arbeitseinsatz problemlos wieder verwendet werden.

# 6 Fazit

Zusammengefasst ist hervorzuheben, dass das Laserherstellverfahren sehr zeitfreundlich, materialschonend, energiesparsam, arbeitskräftefreundlich und kosteneffizient ist. Der Einsatz trägt zum Schutz der Umwelt bei und verbessert die Bedingungen der Arbeit. Die Unternehmen, die dieses Herstellverfahren anwenden profitieren somit von qualitativ hochwertigen Dentalprodukten welche als Prototypen oder auch als Serie gefertigt werden können.

Schreiben Sie Ihren Kommentar, ob Ihnen der Artikel geholfen hat und was Sie zu dem Verfahren sagen. Ich weiß: 10 Zahntechniker = 10 Meinungen. Aber gerade deswegen interessiert mich persönlich jede Meinung.

Ihr

Rainer Ehrich

Kategorien: Zahntechnik

Neuer Call-to-Action

Abonniere meinen Blog für Tipps

Ehrich Dental Consulting

Abonniere meinen Blog für Tipps