Dentallabor Marketing

Die Geschichte eines Zahntechnikermeisters

[fa icon="calendar"] 11.01.16 12:53 / von Rainer Ehrich

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Dennis Däntel nahm nochmal einen genüsslichen Schluck feinsten Whiskys. Der gute Highland Park Whisky wurde ausschließlich in Sherryfässern gereift. Dennis fand, dass heute der richtige Augenblick war, diesen edlen Tropfen zu geniessen. Er hatte die Flasche zu seinem 55. Geburtstag vor einem Jahr geschenkt bekommen. “Oh Mann, wie die Zeit verging!” sagte er schon leicht angetrunken zu sich Selbst.

Dennis saß alleine in seinem Labor, der Regen hämmerte auf die Velux Fenster. Draußen war es dunkel und die meisten saßen wahrscheinlich vor Ihren Fernsehern und schauten irgendeinen ZDF Krimi. In diesem Dezember war es wie jedes Jahr wieder sehr mild und regnerisch. Dennis schaute auf ein paar restliche Arbeitschalen, deren Inhalt erst Anfang Januar fertig sein musste. Dabei liefen bei ihm die letzten 20 Jahre wie ein Film vor seinen Augen ab.

In den 90er Jahren hatte Dennis Däntel seine Prüfung zum Zahntechnikermeister erfolgreich bestanden. Er war sehr stolz darauf, weil es schließlich die schwerste Meisterprüfung aller Handwerke ist. Er hatte einen Kredit aufgenommen, erst einmal nur einen Mitarbeiter eingestellt und das Laborgeschäft lief besser an, als erwartet. Neue Zahnärzte zu gewinnen war gar nicht so schwer und nach kurzer Zeit hat sich die Qualität seiner Arbeiten herumgesprochen und so bekam er immer mehr Aufträge.

 

Er fühlte sich wunderbar, alles lief wie am Schnürchen und nach 3 Jahren hatte er schon 6 Mitarbeiter. Die 100%-Fälle machten ihm am meisten Spaß. Rundum Versorgungen von Ohr zu Ohr mussten nicht großartig von seinen Zahnärzten verkauft werden, die wurden einfach verordnet. Dennis war es egal, ob der Langzeitarbeitslose den Wert dieser großen Arbeit, wo der Patient keinen Cent zu bezahlen musste, zu schätzen wusste oder nicht. Die Umsätze stimmten und er war rundum zufrieden und er konnte seine Tätigkeit als Zahntechnikermeister voll ausleben.

Allerdings ging das nicht immer so weiter. Als im Jahre 2005 das Festzuschuss-System eingeführt wurde, haben einige seiner Zahnarzt-Kunden immer mehr Leistungen nach GOZ abgerechnet. Da machte es auch Sinn für den einen oder anderen Zahnarzt, ein Praxislabor zu eröffnen.

Als Dennis daran denken musste, kamen wieder diese unguten Gefühle in ihm auf. Er nahm noch einen kräftigen aus der Whiskyflasche und spülte seine Gedanken damit herunter. Sein Umsatz brach damals innerhalb eines Jahres um 30% ein, er musste den Gürtel enger schnallen und 2 Mitarbeiter entlassen und. Diese beiden Zahntechniker, die er ausgebildet hatte, kamen sehr schnell bei den Zahnärzten im Praxislabor unter. “Na toll”, dachte er damals. “Nicht nur, dass meine Kunden zu Konkurrenten wurden, ich bilde auch noch für die aus!”

Dennis Däntel konnte damals die Welt nicht mehr verstehen. Die beiden Praxislabore seiner Ex-Kunden wuchsen zu einer stattlichen Größe heran. Hieß es nicht damals, dass Zahnärzte keine eigenen Praxislabore aufmachen würden, wenn die Zahntechniker den Beruf des Dentisten an den Nagel hängen würden? Dentisten gibt es heute nicht mehr. Heißt es nicht im Zahnheilkunde-Gesetz, dass die praxiseigenen Labore nur “Hilfslabore” sein dürften? So sahen die Praxislabore allerdings in keinem Falle aus. Die brauchten nicht einmal einen Meister. Der Zahnarzt sei in der Lage, ein Labor zu führen. Gerade die, die ihm immer den “Ich habe schließlich studiert” Slogan präsentierten, sollen jetzt vergleichbar sein mit seiner dreieinhalbjährigen Lehre, 5 Gesellenjahren und der so anspruchsvollen Meisterprüfung? “Einfach lächerlich”, dachte Dennis. “Die Welt ist einfach ungerecht…” Aber Jammern half ihm damals auch nicht wirklich. Das hatte er begriffen. Er musste etwas ändern!

Dennis schaute melancholisch auf die Whiskyflasche, die schon bedenklich leer geworden war. Mittlerweile hatte er sich eine schöne Cohiba in den Mund gesteckt, an der er genüsslich paffte. Beim Geruch dieses feinen Zigarrenduftes erinnerte er sich an J.R. Smith. Eines Tages stand er in der Tür und versprach Dennis Däntel, dass er das Patentrezept gefunden hätte, neue Kunden zu bekommen. Ganz einfach sei das und Dennis bräuchte dafür nichts tun. Bei anderen Dentallaboren hätte das auch schon prima geklappt.

Das hörte sich damals echt viel versprechend an und Dennis Däntel war begeistert. Endlich jemand, der all seine Probleme lösen konnte. Er hatte lange überlegt, ob er das Geld dafür bezahlen sollte.. Immerhin waren es über 10.000 €. Aber bei 2 neuen Kunden hätte er das Geld ja auch schnell wieder drin. Er griff damals sicherheitshalber noch zum Telefonhörer und rief seinen Freund und Meisterkollegen Thomas an, was der davon hielte. Der sagte sofort, er solle die Finger davon lassen. “Das funktioniert sowieso nicht! Er hätte mal so etwas Ähnliches ausprobiert. Da sei rein gar nichts passiert!”

Dennis brachte seine Cohiba nochmal richtig zum Glühen bei dem Gedanken, dass er damals nicht auf Thomas gehört hatte. Die 10.000 € waren in der Tat weg und er hatte keinen neuen Kunden hinzubekommen. Hinzu kam, dass er die Akquise jetzt selber immer noch nicht konnte. Er war also keinen Schritt weiter gekommen.

“Der Beruf des Zahntechnikers ist schon komisch”, sinnierte er. Da arbeitet man mit Zahnärzten und der Industrie zusammen und auf einmal sind einige davon die eigenen Konkurrenten. In Zukunft müsse er sich jedes Mal fragen, ob da nun Feind oder Freund vor ihm stünde. Dennis Däntel hustete kräftig. Ey Mann, die Cohiba hatte es in sich. Vielleicht sollte er die Dinger doch nicht auf Lunge rauchen.

Er schlug das aktuelle Ausgabe “das dentallabor” auf. Die Zeitschrift war immer noch so grün, wie zu seinen Lehrzeiten. Damals hatte er diesen grünen Zahn auf seinem Golf 2 ganz stolz geklebt. Er blätterte darin und sein Blick blieb an einer Überschrift hängen: “Nur noch 38% des gesamten Umsatzes an Zahnersatz bleibt in gewerblichen Laboren!” Jetzt hatte er endgültig die Schnauze voll.

Sollte er doch seinen Traum einer Imbissbude wahr machen? Keiner beschwert sich, ob die Wurst passt oder nicht, kein Termindruck, keiner liefert mir schlechte Unterlagen. Wenn die einem nicht schmeckt, dann bekommt die eben einfach geschenkt. Genau wie die zum zweiten Mal gemachte Brücke, die wegen des schlechten Abdrucks bei Dr. B. Schneider wieder einmal nicht passte. So eine Wurst verschenken, kostet nur einen Euro. Aber so eine Brücke nochmal machen war schon echt teuer. Und dabei hatte er den Abdruck vorher moniert:”Ach Herr Däntel, Sie machen das schon! Der Patient bekommt den Mund einfach nicht auf!” Ja, Ja… immer die gleichen Ausreden. Eigentlich würde er viel lieber mit dem Patienten arbeiten. Die sind viel dankbarer und würden seine Leistung als Zahntechnikermeister jedenfalls anerkennen und würdigen. Dennis war jetzt echt an seinem moralischen Tiefpunkt angelangt

Er wollte gerade den letzten Rest guten Whisky´s austrinken, als plötzlich die Tür seines Labors aufsprang und ein Typ im Labor stand, der in hellem goldenen Licht erstrahlte. Er sah fast so aus wie Superman? Träumte er oder hatte er einfach zu viel getrunken?

“Jetzt ist aber genug gejammert! Ich kann Dich ja verstehen, aber die Flasche ist jetzt leer und ab sofort beginnt ein neues Leben!”

Dennis rieb sich die Augen. Er träumte nicht. Da stand wirklich dieser komisch ausschauende Superman. “Wer bist Du?” fragte Dennis etwas unsicher.

“Man nennt mich den Dental-Superman und ich soll einigen Laborchefs in Deutschland mal kräftig unter die Arme greifen!”

Dennis war baff...

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So viel schon einmal vorab, was der Dental-Superman uns erzählen wird:

  1. Warum die Attitüde eines Zahntechnikermeisters so wichtig ist
  2. Wie Sie mit Ihren bestehenden Kunden mehr Umsatz machen können
  3. Wie Sie bei der Akquise eine Beziehung zum Zahnarzt aufbauen können

Freuen Sie sich auf die nächsten Geschichten, wie Dennis Däntel es geschafft hat, sein Labor wieder auf Vordermann zu bekommen.

Diese Geschichte ist rein fiktiv und natürlich frei erfunden. Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen oder Situationen sind rein zufällig.

Ihr Rainer Ehrich

Kategorien: Akquise, Neukundengewinnung, Dentallabore, Zahntechnik

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