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Dentallabor Marketing

Das Geheimnis des Vierten Stapels

[fa icon="calendar"] 01.10.19 07:07 / von Rainer Ehrich

4 Stapel Bild.001Im Bereich des mentalen Trainings sind die vier Stapel schon lange keine Neuigkeiten mehr. Die vier Stapel kann man sich auch als vier Ablagefächer vorstellen, die am Ende über den Erfolg oder Misserfolg eines Vorhabens entscheiden. Vor allem geht es hier auch um Prokrastination oder umgangssprachlich auch Aufschieberitis genannt. Es geht um Zeit- und Energieressourcen die nicht richtig genutzt werden.

Der viertel Stapel - ein Hindernis, um weiterzukommen

Kommen wir nun zu den vier Stapeln. Warum schaffen es manche Menschen jeden Tag, einen Schritt weiterzukommen und andere treten jahrelang auf derselben Stelle? Warum fällt es einigen, so extrem leicht, immer weiter zu kommen, sich schnell und einfach weiterzuentwickeln? Während andere dafür sich unheimlich schwer damit tun. Es liegt sehr viel an der Existenz des vierten Stapels. Und wer ihn nutzt und wer nicht.

Denn jeder Mensch, der mit dem vierten Stapel arbeitet und auf ihn zurückgreift, verliert wertvolle Kraft und Energie. Und es halten sich einfach erschreckend viele Menschen in diesem vierten Stapel auf.

Bewusste und unbewusste Entscheidungen

Hermann Scherer hat das neulich sehr treffend an ein paar Beispielen erklärt. So treffen wir ca. 20.000 Entscheidungen am Tag. Das fängt direkt morgens an. Dein Wecker klingelt, du bist noch im Halbschlaf und noch sehr müde. Was tust du? Aufstehen? Oder drückst du doch noch mal die Schlummertaste für die letzten 5 Minuten Schlaf am Morgen?

Die meisten Entscheidungen treffen wir unbewusst. Genauso wie wir manchmal einfach noch halb im Traum noch etwas weiter schlummern. Andere Entscheidungen hingegen kosten uns Kraft. Umso mehr Kraft wir für die Entscheidung aufbringen, desto weniger Kraft haben wir übrig für die Ausführung dieser oder für weitere Entscheidungen.

Das Ablagesystem der Entscheidungen

Aber zurück zu den vier Stapeln. Stell dir die vier Stapel als eine Art Ablagesystem vor. Ein Schreibtisch mit vier verschiedenen Schubladen. Öffnest du die erste Schublade, wählst du den ersten Stapel.

Dieser ist der „Ja, das mache ich sofort!“ - Stapel. In der zweiten Schublade befindet sich der „Nein, das mich ich nicht!“ Stapel. Der nächste Stapel lautet: „Ja, ich mache das, aber erst später und zwar bis XY.“ Wichtig: Hier wird der Termin bereits direkt festgelegt. Und der letzte, der vierte Stapel, lautet: „Mal sehen, ich bin mir nicht sicher, ob und wann.“

Die Vorteile der ersten drei Stapel

Die ersten drei Stapel sind vollkommen in Ordnung. Sie sind geradezu ein Segen. Sie bringen den großen Vorteil der Terminierung mit sich. Es sind klare Aussagen. Klare Entscheidungen mit einer eindeutigen Deadline. Entweder heißt es „Ja", „Nein“ oder „Ja, und zwar bis dann und dann“.

Diese drei Stapel haben einen bedeutenden Vorteil: Alles ist bereits klar und geregelt. Du kannst diese Energie loslassen, sie spukt nicht mehr in deinem Hinterkopf rum. Dies hat der vierte Stapel nicht.

Der Energieräuber

Der vierte Stapel ist wie ein Energiefresser. Er raubt dir Zeit, Energie, Entschlossenheit und somit auch Lebenskraft. Du musst dich ja weiterhin mit der Frage beschäftigen, weil es ja noch keine endgültige Entscheidung gefallen ist.

Ich komme in meinem Alltag immer wieder in Berührung mit dem viertel Stapel. Bei der Akquise, bei Telefongesprächen mit Dentallaborchefs, wenn es darum geht, ein Coaching oder einen Workshop zu buchen. Natürlich auch im privaten Leben erlebe ich immer wieder, wie Leute Entscheidungen und ähnliches aufschieben und sich somit selber Energie, Kraft und Zeit rauben. Und sie wissen „eigentlich“, dass sie es doch wollen.

Der vierte Stapel ist auch der Stapel der Unsicherheit:

  • Mal sehen...
  • Vielleicht...
  • Ich bin mir nicht sicher...
  • Ich weiß es noch nicht...

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Die Einladung zum Dinner

Lass mir dir ein Beispiel geben, warum der vierte Stapel dich eher am Weiterkommen hindert. Wenn du eine Einladung zum Essen bekommst, wirst du mit großer Wahrscheinlichkeit auf die ersten drei Stapel zurückgreifen. Ja, nein oder ja, aber erst um 21 Uhr. Warum wirst du hier nicht mit einem „Mal sehen“ antworten? Weil der Gastgeber sich darauf einstellen möchte, ob du kommst oder nicht. Er muss wissen, wie viele Gäste kommen werden, damit er weiß, wie viel er einkaufen musst. Wie viele Getränke benötigt werden usw..

Hier fällt es fast allen Menschen sehr leicht, direkt auf die ersten drei Stapel zurückzugreifen. Warum dann also nicht auch bei anderen Bereichen im Leben, wo es teilweise einfach viel wertvoller wäre? Einfach damit du deine Ressourcen wie Zeit und Energie nicht mit der Entscheidung alleine verschwendest. Es kann geradezu belastend sein, wenn jemand ständig im viertel Stapel lebt. Für sich selber, wie auch für das Umfeld.

Mit Entscheidungen erfolgreich sein

Ich habe sehr viele Dentallaborchefs kennengelernt. Dabei waren alle möglichen verschiedene Typen. Pauschal kann man sagen, dass es so vier bis sechs verschiedene Typen gibt. Auf diese werde ich bestimmt noch später in einem anderen Kapitel genauer eingehen.

Die Erfolgreichen unter ihnen haben dabei alle eines gemeinsam: Sie leben in den ersten drei Stapeln. Sie sind entschieden und können sich schnell entscheiden.

Konsequenz daraus ist ein schlechtes Gewissen

Denn eine klare Entscheidung wird nur in den ersten drei Stapeln gefällt. Im vierten Stapel wird die Entscheidung aufgeschoben. Und diese Unentschiedenheit bringt uns einfach definitiv nicht weiter. Man tritt auf der Stelle und verliert dennoch unendlich an Energie. Man ist unzufrieden, schließlich wollte man doch mehr erreichen. Dieser Schwebezustand und das dauernde Gefühl von „Ich muss ja noch.“ Es bereitet einem nur ein unnötiges schlechtes Gewissen.

Kennst Du den "Never-come-back-bus"?

Mittlerweile bin ich dazu übergegangen, potenzielle Kunden, die zu sehr im vierten Stapel leben, nicht für ein Coaching anzunehmen. Ich meine damit nicht, wenn im Erstgespräch nicht direkt eine klare Entscheidung kommt, sondern wenn nach einer Bedenkzeit, von sagen wir ein bis zwei Wochen, die Antwort immer noch lautet: „Mal gucken. Ich bin mir nicht sicher. “.

Sollte die Entscheidung aufgeschoben werden, also sollte die Antwort aus dem dritten Stapel kommen, dann nur mit einer festen Deadline. Solche späteren Entscheidungen sind vollkommen legitim. Aber sie sollten dennoch definitiv sein. Daher ist es auch wichtig, dass neben der festen Deadline auch eine Anzahlung bereits getätigt wird.

Somit haben beide Seiten die Sicherheit, dass es auch wirklich passieren wird. Mit der Anzahlung wird es verbindlich. Denn beim dritten Stapel ist es wichtig, dass genau der Termin auch festgelegt wird. Sonst landet man direkt im vierten Stapel. Man könnte auch sagen, man sitzt im „Never come back bus“. In diesem Bus sitzen die Leute, die einem zuwinken und sagen

„Ich bin so was von dabei. Beim Coaching. Beim Workshop. Definitiv. Aber ich melde mich dazu noch mal.“

Sie können richtig aufgeregt und total begeistert sein. Aber sie winken dir letztendlich nur enthusiastisch aus dem Bus zu und fahren weiter und wurden nie mehr gesehen.

Der Berg an Entscheidungen wird immer größer

Damit machen sie sich das Leben natürlich selber unendlich schwer. Denn der vierte Stapel wird sich bei all ihren Entscheidungen durchs Leben ziehen. So sammeln sich, nach und nach, viele Entscheidungen an, die gefällt werden müssen. Die Liste wird länger, der Stapel immer höher.

Der Berg an To-do’s wird immer größer und er wird weiter vor sich hergeschoben. Mit dabei: Immer das ungute Gefühl von Unerledigtem. „Ach ja stimmt, das wollte ich ja eigentlich auch noch machen.“ Am Ende werden sie regelrecht erschlagen von dem Gefühl, dass viel zu viel zu tun ist und die Zeit ja gar nicht ausreicht.

Effektives einsetzen von Ressourcen

Was gar nicht stimmt. Die Zeit ist ausreichend. Sie wird nur nicht effektiv genutzt. Im viertel Stapel werden die eigenen Ressourcen letztendlich nur ineffektiv eingesetzt und verschwendet.

Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben. Es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.

Aus diesem Grund nehme ich solche Leute nicht mehr an. Es bringt nichts. Wir würden auch gemeinsam in diesem Jahr nichts erreichen. Denn erst einmal müssten wir sie gemeinsam aus dem vierten Stapel herausholen. Es wird sonst immer wieder etwas geben, weshalb dieses und jenes aufgeschoben wird. Hier wäre ein Coaching vorm Coaching nötig, um ihnen bewusst zu machen, dass sie im vierten Stapel hängen. Also entscheide dich! Ohne Aufschiebung!

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Erfolg...

Kategorien: Mentaltraining, Produktivität

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